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Die AHA-Formel – Abstand halten, Hände waschen und das Tragen von Alltagsmasken – gehört seit Anfang des Jahres für die meisten Menschen zur täglichen Gewohnheit. Damit die Infektionszahlen gering gehalten werden können, sollte man die Corona-Grundsätze auch im Urlaub einhalten. Aber was genau gibt es beim Reisen mit Maske zu beachten?

Welche Masken eigenen sich zum Reisen?

Grundsätzlich kann man zwischen drei Maskentypen wählen. Die im Alltag am häufigsten verwendeten Masken sind die sogenannten „Community-Masken“ oder Behelfs-Masken, die mit etwas Geschick von jedem selbst hergestellt werden können. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Maske Mund und Nase bedeckt und möglichst nah an den Wangen anliegt (ohne dabei jedoch einzuschneiden oder einzuengen). Während das Außenmaterial möglichst wasserabweisend sein sollte, ist beim Innenmaterial aufgrund der austretenden feuchten Atemluft eine eher aufsaugende und wasserabsorbierende Qualität wichtig. Idealerweise sollte das Material zudem Temperaturen zwischen 60° und 95° C aushalten, damit es in der Waschmaschine gewaschen werden kann. Selbstverständlich sollte die Maske aber noch so luftdurchlässig sein, damit man trotz Bedeckung von Mund und Nase noch gut atmen kann. Ein Drahtbügel über der Nase und verstellbare Gummis oder Bänder sorgen für eine individuelle Anpassung der Maske.

Beim Mund-Nasen-Schutz handelt es sich um Einweg-Masken aus Vlies, die vor der Pandemie vor allem aus dem medizinischen Bereich bekannt waren und hauptsächlich zum Schutz vor großen Partikeln (z.B. Speichel) verwendet wurden. Da sie keinen Schutz vor kleinen Partikeln wie Viren bieten sind nur begrenzt zum persönlichen Schutz vor Ansteckung geeignet. Bei richtiger Anwendung besitzt die landläufig als „OP-Maske“ bekannte Mund-Nasen-Bedeckung trotzdem eine bessere Barrierefunktion als beispielsweise ein lose um Mund und Nase geschlungener Schal oder ein Tuch. Wer auf Reisen auf den Mund-Nasen-Schutz zurückgreift, sollte darauf achten, sich genügend Vorrat in den Koffer zu packen, da die Masken nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden sollten.

FFP2 und FFP3-Masken sind Medizinprodukte und sind für bestimmte Tätigkeiten im medizinischen Bereich und beim Umgang mit Schadstoffen vorgeschrieben. Dank der Filterfunktion bieten sie dem Träger Schutz vor dem Eindringen von Viren und Bakterien. FFP2 und FFP3-Masken werden mit und ohne Ventil angeboten. Bei Masken mit Ventil wird die Atemluft durch das Ventil ungefiltert ausgeatmet – ein Fremdschutz ist hierbei nicht gewährleistet. Da diese Masken vor allem zur Schutzausrüstung in medizinischen Berufen gehören, werden sie für die gesunde Normalbevölkerung nicht empfohlen. Zudem sind diese Masken bei längerem Tragen nicht komfortabel, daher sind sie zum Reisen ungeeignet.

Wie handhabt man Masken auf Reisen richtig?

Auf Reisen kann es eine Herausforderung sein, die Maske richtig aufzubewahren. Zum einen kann man sie nicht einfach in die Tasche stecken, zum anderen ist auch eine regelmäßige und vor allem hygienische Reinigung nicht immer ohne weiteres möglich. Denn eigentlich sollte die Maske nur einmal verwendet und dann gewaschen werden. Um wenigstens ein Mindestmaß an Hygiene einhalten zu können, sollte die Maske nach der Verwendung so gefaltet werden, dass die Innenseite geschützt ist und dann am besten luftdicht verpackt in einer sauberen Tüte transportiert werden.

Mithilfe eines Wasserkochers (der in den meisten Hotelzimmern und Ferienwohnungen zur standardmäßigen Ausstattung gehört) und etwas Waschmittel kann die Maske dann anschließend in einer Schüssel in heißem Wasser ausgewaschen werden. Die Masken sollten vor der Wiederverwendung unbedingt vollständig trocknen, um ihre Schutzfunktion zu behalten. Wer sich unsicher ist, ob er oder sie vor Ort die Möglichkeit zur Reinigung der Maske hat, sollte sich am besten einen kleinen Vorrat mit auf die Reise nehmen. Wer mit seiner Maske ein modisches Statement setzen oder auch auf Reisen ganz einfach Werbung für den Lieblings-Verein oder die eigene Firma machen möchte, kann auch auf eine Maske mit Logo zurückgreifen. Den individuellen Statement-Mundschutz gibt es selbstverständlich in verschiedenen Farben – so macht man aus dem notwendigen Übel in schwierigen Zeiten eine Tugend und schützt dabei gleichzeitig sich selbst und andere.

Reisen mit Zug und Flugzeug – was gibt es beim Mund-Nasen-Schutz zu beachten?

In Deutschland gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht. Das umfasst nicht nur Bus und Bahn, auch im Flugzeug gehört die Maske mittlerweile zur Standardausrüstung für Reisende. Grundsätzlich gilt hier, dass Reisende keine Masken mit Ventil zum Ausatmen tragen sollten, da bei diesen Modellen die eigene Atemluft ungefiltert ausgestoßen wird. Da die Maske ja vor allem das Umfeld vor potentiellen Viren schützen soll, sind diese Masken nicht empfehlenswert. Die meisten Fluggesellschaften akzeptieren daher in der Regel auch keine Visiere, FFP2-Masken sowie Tücher und Schals, da diese Mund-Nasen-Bedeckungen die Atemluft an der Seite ausströmen lassen und so keinen Schutz bieten. Für den Flug ist es sinnvoll, eine Maske zu wählen, die nicht zu sehr einengt und durch die man gut atmen kann. Daher ist beim Reisen mit dem Flugzeug eine Stoff- oder Papiermaske völlig ausreichend.

Wer aus Angst vor Ansteckung eine partikeldichte Maske wählt, sollte beachten, dass beim Flug der Luftdruck an Bord geringer ist und man so weniger Sauerstoff aufnehmen kann. Wer gesund ist, kann das verhältnismäßig gut ausgleichen, bei Atembeschwerden sollte man lieber zu luftdurchlässigeren Masken greifen. Neben der richtigen Maske ist natürlich auch ausreichender Abstand enorm wichtig, um das Infektionsrisiko zu senken. Daher sollte man insbesondere beim Besteigen und Verlassen des Flugzeuges darauf achten, genug Abstand zu den Mitreisenden einzuhalten.

Wer zum Reisen nicht in die Luft gehen möchte, sondern sich lieber auf der Schiene mit dem Zug unterwegs ist, muss sich ebenfalls an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht halten. Die Maske darf im Zug nur dann abgenommen werden, wenn man etwas Essen oder Trinken möchte. Um den Abstand einhalten zu können, sollte man sich zudem idealerweise nicht direkt neben oder hinter andere Mitreisende setzen, sondern lieber einige Reihen weiter Platz nehmen. Eine Pflicht zur Sitzplatzreservierung vor Reiseantritt gibt es aber nicht.

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