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Das Coronavirus breitet sich weiter aus und viele Regionen stehen bereits unter Quarantäne. Reisende müssen einige Vorkehrungsmaßnahmen ergreifen, um sicher in China, Italien und anderen Risikogebieten unterwegs zu sein. Was bei Reisen zu beachten ist und welche Regeln nach der Rückkehr gelten führen wir hier einmal zusammengefasst auf.

Ansteckung auf Reisen vermeiden

Das Coronavirus verbreitet sich auf ähnliche Weise wie die Virus-Grippe. Um eine Ansteckung auf Reisen zu vermeiden, sollten deshalb die bekannten Hygienemaßnahmen eingehalten werden: regelmäßiges und gründliches Händewaschen, Abstand von möglicherweise Erkrankten halten und Einweghygieneprodukte verwenden.

Atemschutzmasken, wie sie in China zum Einsatz kommen, sind kein ausreichender Schutz. Bislang gibt es keine Belege dafür, dass eine Atemschutzmaske das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus reduziert. Die Weltgesundheitsorganisation möchte zudem eine unnötige Ressourcen-Verschwendung vermeiden. In betroffenen Regionen gibt es bereits Engpässe hinsichtlich der Versorgung mit Schutzkleidung. Lediglich besonders gefährdete Personen benötigen einen Mund-Nasen-Schutz, so die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Wer bereits erkrankt ist oder Kontakt zu Infizierten hat, kann durch eine Atemschutzmaske eine Ausbreitung des Virus vermeiden. Reisende, die nicht auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichten möchten, sollten sich frühzeitig eindecken.

Das ist bei China-Reisen zu beachten

Die Lufthansa, AIDACruises und andere deutsche Reisegesellschaften haben Reisen nach China bereits eingestellt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die zentralasiatische Provinz Hubei ab – hier liegt mit Wuhan die Stadt mit den weltweit meisten Infizierten. Die Behörde empfiehlt, das übrige Staatsgebiet Chinas zu meiden. Lediglich für die Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao gibt die Behörde bislang noch grünes Licht.
Wer dennoch in die Volksrepublik reisen möchte, muss mit strengen Grenzkontrollen und Quarantänemaßnahmen vor Ort rechnen. Beispielsweise gilt bei Reisen innerhalb Chinas nach Peking eine 14-tägige Quarantäne. Nur wer aus dem Ausland direkt nach Peking fliegt und mindestens zwei Wochen vorher nicht in China war, kann direkt einreisen.

China-Reisende sollten Märkte umgehen, auf denen Tierprodukte angeboten werden. Ebenso Menschenansammlungen und andere Situationen, in denen Kontakt mit einheimischen Tieren oder vielen Menschen besteht. Nach dem Kontakt mit möglicherweise Erkrankten gilt es, die Hände besonders sorgfältig zu desinfizieren – Das Robert-Koch-Institut empfiehlt die Verwendung eines Desinfektionsmittels wie „viruzid“ oder „viruzid PLUS“.

Coronavirus – Was ist bei Reisen zu beachten – © pixabay

Reisen nach Italien

Reisen nach Italien sind derzeit noch möglich. Die Reisebeschränkungen sind inzwischen wieder aufgehoben, auch wenn sich das Virus im Norden des Landes weiterhin ausbreitet. Inzwischen werden in Italien rund 300 Infektionen gezählt, wobei es bereits acht Tote geben soll. Zehn Gemeinden in der Provinz Lodi wurden zu Sperrzonen erklärt – hier darf weder ein- noch ausgereist werden. Wer nach Mailand reist, muss beachten, dass Touristenattraktionen wie etwa der Dom aufgrund der Epidemie derzeit geschlossen sind. Im Schengen-Gebiet gibt es aktuell keine Reisebeschränkungen.

Wichtig: Bei Reiseverzögerungen aufgrund des Coronavirus haftet der Reiseveranstalter zumindest teilweise. Er muss die Mehrkosten für Unterkunft oder Rückreise übernehmen. Das gilt auch bei Quarantäne. Allerdings gilt dies nur für Reisen, die über Reiseveranstalter gebucht wurden. Wer selbstständig reist, muss die Mehrkosten selbst tragen.

China-Reisende: WHO empfiehlt Rückflug

Aufgrund der aktuellen Lage empfiehlt es sich, Flüge in Risikogebiete zu stornieren oder den Rückflug anzutreten. Die Kosten erhalten Reisende allerdings nur dann zurück, wenn eine Reisewarnung für das Reiseziel besteht. Verschiedene Airlines wie British Airways bieten für ausgewählte Flüge eine kostenlose Stornierung an.

Vor allem China-Reisende sollten einen Rückflug nach Deutschland buchen. Zwar besteht kein erhöhtes Erkrankungsrisiko, solange kein Kontakt mit Erkrankten aufgenommen wurde, nach der Rückkehr ist dennoch Umsicht geboten.
Bis zur Rückreise sind enge Kontakte mit Menschen zu vermeiden – seien es volle Bahnhöfe oder im Flugzeug. Dort besteht das Risiko, sich mit der Lungenkrankheit Covid-18 anzustecken.

Notfallprotokoll der Airlines: Das ist zu beachten

Airlines, die Risikogebiete noch ansteuern, haben ein Notfallprotokoll entworfen. Falls jemand an Bord erkrankt, haken die Flugbegleiter eine Checkliste ab und verteilen bei Bedarf spezielle Infektionsschutzsets mit Handschuhen und Mundschutz. Der betroffene Passagier soll laut Plan von anderen Reisenden isoliert werden, sodass selbst bei einem unmittelbaren Kontakt kein Risiko für eine Ausbreitung der Infektion besteht.

Da sich Covid-19 immer weiter verbreitet, sollten vor der Reise die Sicherheitsbestimmungen für das jeweilige Land geprüft werden. Das Auswärtige Amt stellt für sämtliche Länder entsprechende Hinweise zur Verfügung. Bei der Gelegenheit ist eine Eintragung in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes sinnvoll – um im Falle einer Quarantäne oder anderer Zwischenfälle abgesichert zu sein.

Das Coronavirus löst derzeit viel Aufregung auf, kann durch die genannten Maßnahmen jedoch gut umgangen werden. Da aktuell in Deutschland auch Grippesaison herrscht, sollten Reisende auch die Schutzimpfung für die Grippe durchführen lassen.

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