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Ab dem Jahr 2021 wird die europäische Union ein flächendeckendes Reisegenehmigungssystem einführen, welches dem amerikanischen Vorbild des ESTA-Visums gleicht. Das European Travel Information and Authorisation System, oder kurz: ETIAS, soll dafür sorgen die Sicherheit an europäischen Flughäfen zu erhöhen. Hierbei steht die nationale Sicherheit in Zeiten immer wiederkehrender Terroranschläge und illegaler Einreisende im Vordergrund. Ähnlich wie bei einem USA-Urlaub müssen sich alle Einreisende durch eine elektronische Einreisegenehmigung registrieren. Das ETIAS Visum soll künftig dafür sorgen die Sicherheit für EU-Bürger zu erhöhen. Das Verfahren zur Einführung des elektronischen Einreisesystems wurde von der EU bereits im Jahr 2016 beschlossen und wird im Jahr 2021 flächendeckend in allen Schengen-Ländern in Kraft treten. Dabei kommt auf Einreisende nach Europa ein ähnliches Verfahren wie an den Flughäfen in den USA zu.

Hierbei wird das klare Ziel verfolgt, die Sicherheit in vielen Region der EU zu erhöhen, da Einreisende vor ihrer Ankunft genau überprüft werden. Dabei entscheidet der neue ETIAS-Prozess darüber, ob ein Einreise in den Schengenraum erlaubt wird oder nicht.
Die Beantragung des ETIAS Visums ist dabei so einfach wie das Vorbild aus den USA. Durch ein sehr einfaches und benutzerfreundliches Online-Verfahren gelingt es schnell ein Visum für eine Einreise zu beantragen.
Was Reisende für einen Urlaub in den verschiedenen Schengen-Ländern ab dem Jahr 2021 sonst noch beachten sollten, haben wir Ihnen im folgenden Ratgeber zusammengefasst. So erhalten Sie hier einen Überblick von dem neuen Verfahren ETIAS und alles was zu einer Reisegenehmigung für den Schengenraum zu wissen gilt.

Erteiltes ETIAS Visum ist keine Garantie

Ist das elektronische Verfahren zur Einreisegenehmigung positiv ausgefallen, bedeutet das nicht automatisch eine Garantie für eine Einreise. Denn ebenso wie bei einem USA-Urlaub kann es jederzeit zu einem Widerruf oder Aufhebung der ETIAS-Visumbefreiung durch die Grenzbeamten im Schengenraum kommen. Denn die letzte Kontrolle erfolgt nochmal auf persönlicher Ebene bei der Einreise am Flughafen. So dürfen Grenzbeamte letztendlich entscheiden, ob die Einreise erteilt wird oder nicht. Ebenso kann auch eine Behörde aus der EU-Mitgliedsstaaten oder eine nationale Einrichtung einer ETIAS-Zentrale die Einreisegenehmigung zurücknehmen. Dies kann der Fall sein, wenn das ETIAS Visum betrügerisch erworben wurde. Demnach ist das ETIAS Visum keineswegs ein Persilschein für die Einreise in EU-Länder.

ETIAS Visum ab 2021 zur Einreise in Europa nötig

ETIAS Visum ab 2021 zur Einreise in Europa nötig – © pixabay

Grenzbeamte führen letzte Kontrolle durch

Ähnlich wie in den USA müssen sich Einreisende mit einem ETIAS Visum noch einmal einer persönlichen Kontrolle am Flughafen durch die Grenzbeamten stellen. Dabei werden neben persönlichen Daten auch Gepäckstücke untersucht. Dazu müssen Einreisende ein paar Fragen zum Grund des Aufenthalts beantworten. Wer zu touristischen Zwecken einreist oder Verwandte besuchen möchte, sollte eine Vorlage der Unterkunft oder die Adresse der Verwandten vorlegen können. Ebenso sollten Einreisende über genügend finanzielle Mittel verfügen, um den Aufenthalt problemlos bezahlen zu können. Auch Rückflugtickets müssen auf Wunsch der Grenzbeamten vorgelegt werden, um die touristischen Zwecke zweifelsfrei zu belegen. Die letzte Kontrolle kann in einigen Fällen sehr zeitintensiv ausfallen. Denn je nach Mitgliedstaat müssen ganz andere Kataloge von Sicherheitsmaßnahmen durch die Grenzbeamten durchgeführt werden. Die letzte Kontrolle durch die Grenzbeamten ist demnach wichtig, um beispielsweise gestohlene Reisedokumente oder ähnliche Fälle zu erkennen.

Sicherheit an Flughafen soll massiv erhöht werden

Nach dem Abbild des ESTA Visums soll nun auch der EU-Raum, um einiges sicherer gemacht werden. Dabei sollen die Rechte von Fluggästen in Europa weiterhin bewahrt werden. Auch der EU-Raum ist mittlerweile immer häufiger ein Ziel von Terroranschlägen geworden, so dass Sicherheitsrisiko enorm gestiegen ist. Einreisende mit kriminellen Hintergrund oder Anhänger von Terrororganisationen soll die Einreise in den Schengenraum durch erhöhte Sicherheitsmaßnahmen unmöglich gemacht werden. Dabei kommt es zu einem Sicherheitssystem, welches von allen EU-Mitgliedsstaaten getragen wird. Auf diese Weise gelingt es ein Netzwerk zur Abwehr von Sicherheitsbedrohungen aufzubauen und EU-Bürger effektiv zu schützen.

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